Wildunfall

Einer Studie zufolge ist das Risiko für Wildunfälle im Herbst und im Winter besonders hoch. Doch wer kommt für den Schaden am Fahrzeug auf, wenn sich ein Wildunfall ereignet hat und was ist in den Leistungen enthalten? Die Autoversicherung kommt für Wildunfälle nicht auf. Als Fahrzeughalter sollte man also mindestens eine Teilkaskoversicherung besitzen. Für Wildunfälle kommt ebenfalls die Vollkaskoversicherung auf, die jedoch nur für besonders teure oder neue Fahrzeuge zu empfehlen ist. Für ältere Fahrzeuge reicht eine Teilkaskoversicherung völlig aus. Diese bezahlt nicht nur Schäden am Fahrzeug, die durch einen Wildunfall entstanden sind, sondern auch für Elementarschäden, Glasbruch und Diebstahl. Mit der Teilkaskoversicherung sind bei einem Wildunfall alle Schäden abgesichert, die auf den Unfall bzw. auf den Zusammenstoß mit einem Wildtier zurückzuführen sind.

Damit die Versicherung die Schäden bezahlt, sollte man die Polizei rufen. Diese informiert in der Regel den Förster, der dann eine Bescheinigung für die Versicherung ausstellt, damit man den Wildunfall anzeigen kann. Die Teilkaskoversicherung bezahlt den Schaden für gewöhnlich nur, wenn man tatsächlich mit dem Tier zusammengestoßen ist. Falls man dem Tier ausgewichen ist, muss man nachweisen können, dass dieses Vorgehen zur eigenen Sicherheit erforderlich war. Die Teilkaskoversicherung bezahlt meistens, wenn man einem großen Tier ausweichen musste und das Fahrzeug dadurch einen Schaden erlitten hat. Das gilt zum Beispiel beim Ausweichen von Wildschweinen, Hirschen oder Rehen. Wer einem Hasen ausweicht, genießt ebenfalls einen Versicherungsschutz durch die Teilkaskoversicherung, muss aber gute Gründe vorlegen können, weshalb man dem Tier ausgewichen ist.