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Hab ich ein Sonderkündigungsrecht bei Beitragserhöhung bzw. Tarifänderung?

Mittwoch, 11. August 2010

Für gewöhnlich ist es nur möglich, bis zum 30. November eines jeden Jahres die Kfz-Versicherung zu kündigen. Allerdings gibt es auch das so genannte Sonderkündigungsrecht. Dieses greift zum Beispiel bei einer Beitragserhöhung oder einer Tarifänderung. In diesem Fall ist es auch nach dem 30. November möglich, die Versicherung zu kündigen.

Sonderkündigungsrecht bei Beitragserhöhung
Das Versicherungsunternehmen muss dem Versicherungsnehmer spätestens einen Monat vor Ablauf des Jahres eine schriftliche Mitteilung mit der Nachricht über eine Beitragserhöhung zukommen lassen, falls die Beiträge für den Versicherungsnehmer erhöht werden sollen. Nachdem das Schreiben eingegangen ist, kann der Versicherungsnehmer das Sonderkündigungsrecht nutzen und innerhalb von vier Wochen kündigen. Hierbei gilt es zu beachten, das nicht das Datum gilt wann der Versicherungsnehmer das Schreiben erhalten hat, sondern das Datum des Poststempels. Das Sonderkündigungsrecht kann auch dann genutzt werden, wenn die Leistungen der Kfz-Versicherung geändert wurden, was ebenfalls zu einer Beitragserhöhung führen würde. Beim Sonderkündigungsrecht ist es unter Berücksichtigung der zuvor genannten Kriterien jederzeit möglich zu kündigen.

Sonderkündigungsrecht bei Tariferhöhung
Bei der Tariferhöhung bei Kfz-Versicherungen spricht man häufig von der so genannten verdeckten Tariferhöhung. Bei der verdeckten Tariferhöhung sinkt der zu zahlende Beitrag für die Versicherung zum Beispiel durch die Anpassung der Schadenfreiheitsklasse, aber die Typ- oder Regionalklasse kann selbstverständlich auch neu angepasst werden und sich wiederum negativ auf die Beitragszahlung auswirken. Diese ist im Endeffekt dann dennoch niedriger. Wäre die Schadenfreiheitsklasse jedoch nicht angepasst worden, müsste man einen viel höheren Beitrag bezahlen. Selbst wenn der Beitragssatz trotz der neuen Gegebenheiten günstiger ist als im Vorjahr, ist es möglich, das Sonderkündigungsrecht zu nutzen.

Wie kann ich die Versicherung wechseln?

Mittwoch, 11. August 2010

Heutzutage lohnt es sich durchaus, den Versicherungsanbieter zu wechseln. Mittlerweile ist der Markt geradezu von Angeboten für Kfz-Versicherungen überschwemmt, sodass die Unternehmen miteinander konkurrieren und die Angebote immer günstiger werden. Wer zu einem anderen Versicherer wechselt, kann unter Umständen mehrere hundert Euro pro Jahr sparen. Vor dem Wechsel sollte man einen Kfz Versicherungsvergleich durchführen und mehrere Angebote miteinander vergleichen, um eine günstige Kfz-Versicherung zu bekommen.

Erst kündigen, dann wechseln
Bevor man zu einem anderen Versicherungsunternehmen wechselt, muss die alte Versicherung gekündigt werden. Hierbei gilt es zu beachten, dass ein Wechsel zu einem anderen Versicherer oder in eine andere Kfz-Versicherung nicht jederzeit möglich ist. Die Kündigung kann unter Berücksichtigung einer Kündigungsfrist von vier Wochen zum Jahreswechsel erfolgen. Das heißt, die Kündigung muss bis spätestens zum 30. November des Jahres erfolgen. Die Kündigung muss dabei schriftlich beim zuständigen Versicherungsunternehmen eingereicht werden. Ein formloses Schreiben reicht völlig aus. Eine außerordentliche Kündigung kann nur unter bestimmten Voraussetzungen durchgeführt werden, zum Beispiel dann, wenn der Versicherer die Beitragssätze für die Kfz-Versicherung angehoben hat. Bevor man kündigt, sollte man bereits Angebote von mehreren Versicherungsunternehmen eingeholt haben. Ein kostenloser Kfz-Versicherungsvergleich im Internet macht es möglich, mehrere hundert Angebote gleichzeitig miteinander zu vergleichen. Danach kann man das günstigste und beste Angebot auswählen und sogar online wechseln.

Es lohnt sich einen solchen Vergleich regelmäßig durchzuführen. Es kommen immer wieder neue Kfz-Versicherungen auf den Markt, die möglicherweise deutlich günstiger sind, als die alte Versicherung und darüber hinaus mehr Leistungen anbieten.

Was kann ich tun, wenn ich die Beiträge nicht mehr bezahlen kann?

Mittwoch, 11. August 2010

Vor einer finanziellen Notlage ist heutzutage nahezu niemand mehr gefeit. Millionen Menschen geraten jährlich in eine finanzielle Notlage und das oftmals unabsichtlich. Die meisten Versicherungen kann man stunden. Das heißt, es ist möglich, die Beitragszahlung für einen gewissen Zeitraum auszusetzen. Bei der Kfz-Haftpflicht, sowie der Vollkasko- oder Teilkaskoversicherung ist das in der Regel leider nicht möglich. Dennoch gibt es möglicherweise eine Hilfe aus der Notlage, wenn man seine Versicherung nicht mehr bezahlen kann.

Für gewöhnlich schickt das Versicherungsunternehmen zunächst eine Zahlungserinnerung raus. Eine Mahnung sollte man nicht ohne weiteres auf die leichte Schulter nehmen. Spätestens nach der Zahlungserinnerung sollte man sich an den zuständigen Versicherer wenden. Die Kfz-Versicherung sollte so schnell wie möglich bezahlt werden. Schließlich sind die Versicherungsunternehmen dazu verpflichtet eine nicht bezahlte Rechnung dem Ordnungsamt zu melden. Mit diesem Vorgehen kann der Versicherungsschutz aufgelöst werden und sogar das Auto stillgelegt werden, indem die Plakette vom Fahrzeug entfernt wird. Wenn die Zahlung zwischenzeitlich doch geleistet wird, darf das Fahrzeug auch weiterhin gefahren werden. Es ist also immer besser sich beim zuständigen Versicherer zu melden.

Lösungen, wie die Versicherung doch bezahlt werden kann
Die Versicherungsbeiträge werden bei den meisten Versicherungsunternehmen entweder einmal jährlich, halbjährlich oder vierteljährlich gefordert. Da muss je nach Fahrzeug doch auf einmal eine stolze Summe bezahlt werden. Je kürzer die Abstände in denen bezahlt muss werden, desto kleiner sind die “Raten”. Rechnet man die Summe im Endeffekt zusammen, ist die Versicherung jedoch teurer, als wenn man die Summe auf einmal bezahlt. Das ist ungerecht, aber nichtsdestotrotz, kann es günstiger sein, wenn man vorübergehend nicht liquide ist, die Summe in kleineren Abschlägen zu bezahlen. Eventuell lässt sich das Versicherungsunternehmen auch auf eine Ratenzahlung ein. So fällt es dann unter Umständen erheblich leichter, die ausstehenden Versicherungsbeiträge zu bezahlen.

Was bedeutet die Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse)?

Mittwoch, 11. August 2010

Die Schadenfreiheitsklasse oder kurz als SF-Klasse gibt an, wie viele Jahre der Versicherungsnehmer einer Kfz-Versicherung unfallfrei gefahren ist. Je besser der Versicherungsnehmer in der Schadenfreiheitsklasse eingestuft ist, desto günstiger werden die Beitragssätze für die Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung. Schließlich muss die jeweilige Kfz-Versicherung in der Regel nur dann für die Schäden aufkommen, wenn sich ein Unfall ereignet hat. Selbstverständlich werden auch Elementarschäden durch Sturm, Hagel usw. von der Versicherung erstattet. Das wirkt sich jedoch nicht auf die Schadenfreiheitsklasse aus und kann somit auch nicht auf die Beitragssätze angerechnet werden. Durch unfallfreies Fahren ist es also möglich einen Teil des Beitrags für die Kfz-Versicherung einzusparen.

Die Ersteinstufung für die Schadenfreiheitsklasse
Fahranfänger werden in eine sehr ungünstige Schadenfreiheitsklasse eingestuft. Schließlich kann die Kfz-Versicherung gerade zu Beginn noch nicht bestimmen, ob der Versicherungsnehmer in Zukunft unfallfrei fährt. Alle Personen, die ihren Führerschein noch keine drei Jahre besitzen werden automatisch in die Schadenfreiheitsklasse 0 eingestuft. Die Beitragssätze für die Kfz-Versicherung sind dementsprechend besonders hoch. Je höher die Schadenfreiheitsklasse ist, desto günstiger wird der Beitragssatz. Fahranfänger können sich allerdings auch in eine höhere Schadenfreiheitsklasse einstufen lassen, wenn die Eltern beim gleichen Versicherungsunternehmen versichert sind. Auch wenn der Führerschein noch keine drei Jahre besteht, kann in diesem Fall die Schadenfreiheitsklasse auf1/2 angepasst werden. In dieser Schadenfreiheitsklasse sind die Beitragssätze für die Kfz-Versicherung bereits viel günstiger. Bei der Einstufung der Schadenfreiheitsklasse werden lediglich Führerscheine berücksichtigt, die aus den EU-Mitgliedsstaaten stammen. Führerscheine aus anderen Staaten werden automatisch in die Schadenfreiheitsklasse 0 eingestuft und können nicht durch die Vergünstigungen profitieren.

Was bedeuten Regional- und Typklassen?

Mittwoch, 11. August 2010

Die Beiträge, die man für die Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung bezahlen muss, sind abhängig von den sogenannten Regional- und Typklassen. Einmal jährlich im Oktober werden zahlreiche Fahrzeugmodelle und Regionen überprüft und möglicherweise werden die Beiträge für die jeweiligen Fahrzeugtypen dann neu eingestuft, was eine Erhöhung oder Senkung der Beiträge mit sich bringt. Sollten die Beiträge steigen, ist es möglich die Versicherung außerordentlich zu kündigen.

Wie wird die Typklasse ermittelt?
Jährlich geschehen unzählige Unfälle. Einer Statistik zufolge sind verschiedene Fahrzeuge von Unfallschäden stärker betroffen als andere. Beispielsweise sind das Fahrzeuge wie der Golf, die häufig von Führerscheinneulingen gefahren werden. Somit sind die Versicherungsbeiträge für solche Fahrzeuge deutlich höher. Für Schäden an diesen Fahrzeugen müssen die Versicherungen häufiger aufkommen, woraus sich unter Umständen eine Erhöhung der Beiträge begründen kann. Einmal jährlich wird überprüft, ob eine Erhöhung gerechtfertigt ist. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn in einem Jahr mehr Unfälle mit einem bestimmten Fahrzeugtypen verursacht wurden. Werden die Unfälle mit bestimmten Fahrzeugtypen weniger als im Vorjahr, könnten die Beiträge für die Teilkasko- bzw. Vollkaskoversicherung gesenkt werden.

Seit 2003 gibt es 16 verschiedene Typenklassen. Die Stufe 10 ist die günstigste Typenklasse und bekommt somit auch die günstigste KFZ- Versicherung. Die Stufe 25 ist die höchste und teuerste Typenklasse. Diese wird für gewöhnlich auf PS-starke Fahrzeuge angesetzt. Kleinwagen sind in der Regel aufgrund der geringeren PS-Zahl günstiger im Unterhalt, wobei Ausnahmen die Regel bestätigen wie es bei Anfänger-Modellen der Fall sein kann, da mit diesen laut Statistik häufiger Unfälle verursacht werden.

Die Regionalklasse
Die Preise für die Kfz-Versicherungen werden nicht nur an der Typklasse gemessen, sondern auch an der Regionalklasse. Dabei werden die Verkehrsdichte der jeweiligen Region, in der das Fahrzeug zugelassen wird sowie Schäden durch Diebstahl usw. berücksichtigt. So kann ein Fahrzeug das bei einer Zulassungsstelle auf dem Land angemeldet wurde, aufgrund von weniger Diebstahlfällen günstiger sein, als in der Stadt.

Wer braucht Vollkasko?

Mittwoch, 11. August 2010

Die Vollkaskoversicherung ist eine freiwillige Kfz-Versicherung. Diese muss man also nicht wie die KfzHaftpflichtversicherung abschließen, die gesetzlich vorgeschrieben ist. Die Vollkaskoversicherung enthält alle Leistungen der Teilkaskoversicherung sowie viele weitere Leistungen, die den Fahrzeughalter vor dem finanziellen Schaden, die ein Unfall mit sich bringen kann, schützen. So wird das Fahrzeug mit der Teilkaskoversicherung nur vor Schäden geschützt, die ein anderer verursacht hat. Das kann beispielsweise ein Unfall sein, aber auch Elementarschäden durch Sturm, Hagel und andere Naturgewalten oder Diebstahl, Brände und Explosionen.

Mit der Vollkaskoversicherung ist der Fahrzeughalter vor den zuvor genannten Risiken geschützt. Darüber hinaus bezahlt die Versicherung im Rahmen der Vollkaskoversicherung zum Beispiel auch, wenn man den Unfall selbst verursacht hat oder man Opfer eines Unfalls mit Fahrerflucht wurde. Die Teilkaskoversicherung kommt für derartige Schäden nicht auf, weil bei der Fahrerflucht in der Regel nicht nachgewiesen werden kann, wer den Unfall verursacht hat. Für die Vollkaskoversicherung spielen solche Faktoren keine Rolle. Sollte ein Unfall geschehen sein, der durch jemand anderen als den Fahrzeughalter selbst verursacht wurde, kommt die Vollkasko auf. Das gleiche gilt bei Unfällen mit Fahrerflucht oder wenn man den Unfall selbst verursacht hat.

Mit der Vollkasko werden somit alle möglichen Schäden am Fahrzeug versichert. Bei einem Totalschaden wird je nach Versicherungsunternehmen und Leistungsumfang bis zum 18. Monat ab Erstanmeldung der Neuwert des Wagens bezahlt und danach der aktuelle Listenpreis für den Wert eines Gebrauchtwagens. Aus diesem Grund ist die Vollkaskoversicherung vor allem Fahrzeughaltern zu empfehlen, die einen Neuwagen, einen neuwertigen Gebrauchtwagen oder ein sehr teures Fahrzeug besitzen. Letztendlich ist die Vollkaskoversicherung selbstverständlich teurer als die Teilkaskoversicherung, weil sie eine umfangreichere Leistung bietet. Die Teilkaskoversicherung wird somit meist für ältere Fahrzeuge empfohlen.